Der Stadtrat hat am 3. September 2026 mit großer Mehrheit beschlossen: Zittau bewirbt sich um die Sächsische Landesgartenschau 2032. Als Zukunftsbündnis für Zittau haben wir diese Idee von Anfang an unterstützt und ihre Umsetzung mit vorangebracht. Dass der Stadtrat nun grünes Licht gegeben hat, freut uns sehr.
Mehr als eine Veranstaltung
Es geht nicht um ein einmaliges Großereignis im Sommer 2032. Die Landesgartenschau soll ein Beschleuniger für GreenZitty werden, den langfristigen Stadtentwicklungsprozess unserer Stadt. Sie soll Aufgaben bündeln, die Zittau ohnehin bewältigen muss, und deren Umsetzung voranbringen. Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zittau kann mehr) sagt dazu: „GreenZitty ist der langfristige Weg, die Landesgartenschau 2032 wäre ein toller Meilenstein, geradezu ein Katalysator auf diesem Weg.“ Entscheidend sei, dass das Geschaffene auch weit über 2032 hinaus einen Wert für die Menschen in Zittau habe. Genau so sehen wir das auch.
„Lost & Found“: Zittau neu entdecken
Unter diesem Leitgedanken sollen die vorhandenen Qualitäten unserer Stadt neu entdeckt, miteinander verbunden und weiterentwickelt werden. Die Bewerbung stützt sich auf vier räumliche Bausteine:
- GreenCity: die klimaresiliente Entwicklung der Innenstadt
- GreenCampus: eine stärkere Vernetzung von Hochschule und Stadt
- GreenWork: zukunftsfähige Wirtschaftsstandorte
- Mandautal: die Mandau als blau-grünes Band durch Zittau
Dazu kommt die besondere Lage im Dreiländereck. Die Zusammenarbeit mit Partnern in Polen und Tschechien ist ein wichtiger Teil des Konzepts.
Was konkret geplant ist
Am Bahnhof sollen die ehemaligen Robur-Gebäude als Ausstellungsschwerpunkt (Blumenhalle) eingebunden und das gesamte Bahnhofsumfeld aufgewertet werden. Das Areal ist einer der Zugangspunkte zur Stadt und zur Landesgartenschau. Sein räumliches Gegenstück bilden der Martin-Wehnert-Platz und das entstehende nachhaltige Gewerbegebiet, der Stadteingang aus Tschechien und Polen.
Dazwischen liegen die historische Innenstadt mit dem Grünen Ring, der Hochschulcampus als öffentlicher Wissens- und Freiraum und die Mandau als erlebbarer Flussraum. Sie alle sollen mit dauerhaften und temporären Maßnahmen einbezogen werden. Die Schmalspurbahn soll dabei eine der Mobilitätsachsen sein.
Mit Augenmaß: Kein Freibrief
Wir sagen ausdrücklich: Der Beschluss ist kein Freibrief für jede denkbare Maßnahme. Investitionen und Ausgaben der Stadt müssen nun stark priorisiert werden, und das geschieht in der Haushaltserarbeitung. Oberbürgermeister Zenker hat den Maßstab klar benannt: Was braucht Zittau ohnehin? Was kann durch die Landesgartenschau sinnvoll beschleunigt werden? Und was wäre ausschließlich für die Veranstaltung notwendig? Gerade bei der letzten Kategorie müsse man besonders kritisch sein. Dafür setzen wir uns ein.
Mitreden und informieren
Die Konzeption hinter der Bewerbung wurde am 13. September auf dem Marktplatz vorgestellt. Am 7. Oktober 2026 um 18 Uhr widmet sich auch die nächste Einwohnerversammlung im Rathaus Zittau diesem Thema. Kommen Sie vorbei, stellen Sie Fragen und bringen Sie Ihre Ideen ein.
Wie es weitergeht
Die Bewerbung muss bis zum 31. Oktober 2026 beim Freistaat Sachsen eingereicht werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand entscheidet der Freistaat zum Jahresende über die Vergabe der Landesgartenschau 2032.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
